Rundfahrt um Schwedens Vänernsee - besser in der Hauptsaison?

 

 

Bilder: Schweden

 

Westerndorf bei Värnamo

Store Mosse National Park, Blick vom AussichtsturmDie Mündung des 45er Colt befand sich knapp fünf Zentimeter von meiner Stirn entfernt. Der Mann, der die Waffe hielt, hatte ein Halstuch vor sein Gesicht gezogen und seine stechend blauen Augen fixierten meine Nasenspitze. "Sit down" befahl er mir schreiend, und ich saß so schnell wieder auf der harten Holzbank, wie es die Schwerkraft nur erlaubt, wenn man sich einfach fallen lässt. Nicht, dass ich mir in die Hosen gemacht hätte, aber ich muss zugeben, dass nach einem gehörigen Adrenalinschub reichlich Schweiß aus den Poren dampfte. Für manche Fehler im Leben muss man nun einmal bezahlen und das im wahrsten Sinne des Wortes, in unserem Fall genau 10 schwedische Kronen pro Person - soviel kostet eine Fahrt mit der Dampflok im schwedischen Westerndorf "High Chaparral" bei der Kleinstadt Värnamo. 

Der Zugüberfall gehört zum Programm und obwohl wir das ganze Schauspiel bereits einmal vor drei Jahren genießen durften, hatte ich nicht damit gerechnet, dass es so echt wirken würde. Mein Fehler war, dass ich aufstand, um ein Foto des Zugräubers zu schießen. Solch Ungehorsam wird von den professionell arbeitenden Schauspielern nicht geduldet, und die Strafe war doch ziemlich eindrucksvoll. Zwei Minuten später war das Erlebnis dann wieder TV-ähnlicher: der Zug hielt und die Banditen überfielen eine Bahnhofsstation. Dem Sheriff ist es zu verdanken, dass die Fahrt anschließend, ohne die soeben im Duell gefallenen Banditen, fortgesetzt werden konnte. Kurzer Halt im mexikanischen Dorf.  Jetzt knallen zur Abwechslung die Pistolen der mitfahrenden Kinder. Und vorbei am Mississippi-Dampfer, der seine Runden auf dem Kleinfluss Storan zieht. Wir verbringen den ganzen Tag im Westerndorf, schauen dem Schmied bei der Arbeit an Hufeisen und Werkzeug zu, fahren mit der Postkutsche und besichtigen Saloon und Hudson Bay Company - es ist unmöglich die angebotenen Möglichkeiten an einem Tag wahrzunehmen. Jan betätigt sich als "Goldwäscher" und lässt sich die gefundenen Kupferspäne in einen Sheriffstern umtauschen, zum Schluss gibt es den Knaller der ganzen Attraktionen - die Westernshow. Stuntman zeigen dort ihr Können. Unter ohrenbetäubendem Geknalle galoppieren Gute und Böse durch die Sandarena, lassen sich von Dächern und Türmen fallen, bis die Guten Sieger sind. Und Jan ist ganz aus dem Häuschen, denn das ist was anderes als Räuber Hotzenplotz im Fernsehen. In zwei Tagen wollen wir uns wieder mit Kurt, Martina und dem kleinen Frieder treffen, von denen wir uns in einer etwas hektischen Aktion gestern Abend auf einem Campingplatz im Kroppefjäll, westlich des Vänernsees, verabschiedet hatten. Beim Vorschwärmen vom letzten Besuch im "High Chaparral" war uns erst aufgefallen, dass das Saisonende und die letzten Vorstellungen bereits auf den folgenden Tag fallen. Eigentlich hatten wir diesen Urlaubsabschnitt für den Rückweg geplant und die Reiseroute entsprechend festgelegt. Sohn Jan erging sich in lautstarkem Gezetere und drohte mit Vergeltung, falls der Höhepunkt seines Urlaubs aufgrund mangelndem Planungsgeschick der Eltern ins Wasser fallen würde. Vier Stunden Umweg erschienen uns eindeutig als das kleinere Übel und so packten wir zusammen und fuhren in den anbrechenden Abend hinein. 

 

 

Nationalpark Store Mosse

Nach so viel Action wird der folgende Tag zum Baden und Minigolfspielen genutzt. Auf dem kleinen Campingplatz am Flaten-See ist das Wasser durch die geringe Tiefe nicht nur angenehm warm, auch der extrem langsam abfallende Sandstrand hilft uns beim Ausspannen, denn der kleine Marvin kann noch nicht schwimmen und vom nassen Element lässt sich die kleine Wasserratte nun mal nicht abhalten. Fünf Autominuten entfernt befindet sich der Store Mosse Nationalpark. U.a. als Brutgebiet für Kraniche und Singschwäne bekannt, stellen wir bei der Rundfahrt am Abend fest, dass sich hier auch das Paradetier des Nordens beobachten lässt. Bei jeder bisherigen Reise in Skandinavien stand der Wunsch, einmal einen leibhaftigen Elch zu sehen, ganz oben auf unserer Wunschliste, doch bisher hatten wir es nur bis zu einem recht zweifelhaften Erfolgserlebnis gebracht: das Tier lag auf einem Anhänger, umgeben von Männern mit bunten Mützen. Die Mützen hatten wohl den Zweck, die Unterscheidungsmerkmale zwischen Elch und Jäger auch im Unterholz deutlich zu machen. Und nun hatten wir in der Abenddämmerung quasi das ultimative Erlebnis. Direkt neben der Straße weidete eine Elchkuh mit ihrem Kalb. Eine gute halbe Stunde lang saßen wir bequem im Reisemobil und beobachteten dieses Ereignis. Einen Trupp Kraniche und einen Elchbullen sahen wir etwas später auf der nördlichen Randstraße, allerdings in angemessener Entfernung. Der Nationalpark bietet dem naturverbundenen Wanderer kurze und längere Wege, auf denen neben Pflanzen wie Sonnentau, Fieberklee oder Drachenwurz auch die landschaftlichen Besonderheiten des Parks, wie z.B. Schwingrasen und Flugsanddünen bestaunt werden können. Für Kinder ein besonderes Vergnügen ist der große Vogelbeobachtungsturm am Kavsjön, von dem aus ein Teil der Brutgebiete eingesehen werden kann. Ein gutes Fernglas sollte dabei unbedingt zur Ausrüstung gehören. 

 

Ich beschließe den Sonnenaufgang vom Turm aus zu genießen und mache mich am nächsten Morgen frühzeitig mit der Fotoausrüstung auf den Weg. Als ich den Turm emporsteige begegne ich im ersten Stock einem Mann, der augenscheinlich die Nacht hier zugebracht hat. Mein kurzes "Hey" wird ebenso erwidert - mehr auch nicht. Ein bisschen beklommen steige ich die Stufen bis zur obersten Ausguckplattform hoch. Es ist noch rabenschwarze Nacht und eine derartige Begegnung, im zu dieser Stunde menschenleeren Park, sorgt nicht gerade für uneingeschränktes Wohlbefinden. Als der Mann schließlich auch nach oben kommt, packe ich unwillkürlich mein schweres Stativ etwas fester, doch er erkundigt sich nur schlicht nach der Uhrzeit und geht dann wieder seines Weges. Nun ja, kommt es mir in den Sinn, vielleicht ist das auf dem heimischen Bahnhof gewachsene Misstrauen in Schweden doch etwas Fehl am Platz, aber wer weiß das schon. Ganz langsam schiebt sich im Osten der dunkelrote Rand der Sonne über den Horizont, die schwachen Strahlen durchdringen den aufsteigenden Frühnebel über dem See und erzeugen eine Stimmung die, verstärkt durch die ersten Schreie der Kraniche, etwas märchenhaft romatisches an sich hat. Ein Schluck vom heißen Tee und etwas Schokolade sorgen für ein molliges "draußen ist es doch am schönsten" Gefühl. 

 

In gehobener Stimmung fahre ich schließlich wieder zurück zu unserer "Stuga" am Flatensee, die wir uns für zwei Tage gemietet haben, und komme gerade richtig zum zweiten Frühstück. Susanne, Jan und Marvin decken gerade den Tisch. Stugas, kleine Holzhütten mit Stockbetten und dem notwendigsten Inventar, findet man in Schweden fast auf jedem Campingplatz. Sie eignen sich gut, um Regentage etwas komfortabler zu machen oder, wie in diesem Fall, um mal allein mit dem Reisemobil auf Erkundungstour zu gehen, während sich die Familie mit Baden und Faulenzen beschäftigt. Unser Kurzausflug in den Wilden Westen ist doch noch zu einem runden Erlebnis geworden und als wir unsere Freunde im Kroppefjäll wiedertreffen, gibt es eine Menge zu erzählen. Gemeinsam waren wir über die Vogelfluglinie nach Schweden angereist, hatten die skurrile Felsenlandschaft von Hovs Hallar, westlich von Bastad, durchstreift, auf dem Campingplatz von Asa Sandstrand und Granitklippen als Spiel- und Abenteuerspielplatz entdeckt und waren dann, nach einem Abstecher über die Inseln Tjörn und Orust, die sich leider im schlechten Wetter tarnten, für mehrere Tage ins Kroppefjäll bei Färgelanda gefahren. Jetzt erscheint uns der kleine Campingplatz am Ragnerudssjön bei Högsäter fast wie eine zweite Heimat, immerhin kehren wir in bekannte Gefilde zurück. Aufgrund des gut angelegten Abenteuerspielplatzes ist das ansonsten übliche "was sollen wir Tun-Problem" der Kinder kein Thema. Nebenbei gibt es am Ausfluss des Sees jeden Morgen eine Schar sonnenhungriger Ringelnattern zu beobachten, und durch die niedrigen Tagespreise des Kanu- und Tretbootverleihs können wir nach Lust und Laune zum Picknick auf eine kleine Robinsoninsel fahren.

 

Kroppefjäll

Das Kroppefjäll erkunden wir per Pedes. Es lässt sich nicht mit den großen Kollegen im Norden vergleichen. Die typische, fjällartige Landschaft findet sich hier nur ansatzweise in den höheren Lagen, dafür entfallen bei Wanderungen die anstrengenden Höhenunterschiede. Es gibt einige Wanderparkplätze im Fjäll, die über Schotterstraßen erreicht werden können. Neben den bekanntesten Wegen, wie dem Karolinerleden (bei Järbo), kann man sich mit der topografischen Karte vom Touristbüro auch eigene Strecken "erfinden". Wir bleiben in der Nähe des Campingplatzes und suchen unsere Wege anhand von Bachläufen und Höhenlinien, die der Karte nach interessant erscheinen. Massenhaft Pilze und vor allem Blaubeeren hemmen den Vorwärtsdrang. Eine Schmetterlingswiese lädt zum ersten Vesper ein. Das Pfadfinden macht enorm Spaß: Bäche überqueren, Kompass benutzen, kleine Seen mit der Karte vergleichen, Kuppen ersteigen und Aussichtspunkte finden. Es kommt uns nicht auf die Wegstrecke an, sondern auf das Erlebnis, und das haben Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Kurt, der schon die Ringelnattern am Campingplatz entdeckt hatte, bleibt seinem Ruf als Schlangensachverständiger treu und stöbert neben einer Blindschleiche noch weitere Vertreter der züngelnden Zunft auf.

 

Tiveden Nationalpark

Ein Abstecher zur sehr empfehlenswerten Schärenlandschaft von Yttre Bodane am Vänernsee (15 km nördlich von Mellerud) und zu den bronzezeitlichen Felsritzungen von Högsbyn am See Ravarpen lockert die Weiterfahrt zum nächsten Ziel, dem Tiveden Nationalpark, auf. Für Aktivitäten im Tiveden steht uns mit Hadders Camping am Undensee ein erstklassiger Ausgangspunkt zur Verfügung. Einer verheißungsvollen Beschreibung in Velbingers Reiseführer zufolge ("...einfach Toll...") hatten wir uns für diesen Platz entschieden. Die Hadders betreiben ihren Campingplatz nun schon etliche Jahre. "Gäste aus 22 Ländern haben sich schon bei uns eingeschrieben" erzählt Frau Hadder, "aber als uns eine deutsche Familie auf die Beschreibung im Reiseführer aufmerksam machte, waren wir doch sehr erstaunt - wir hatten überhaupt nichts davon mitbekommen, dass die Familie Baesgen bei uns war. Wir lernten die Leute erst Jahre später kennen, und das auch nur, als uns andere Gäste sagten: wie, die kennt ihr nicht, aber dort drüben sind sie doch!" Auf eine qualitativ gute Betreuung bauend, hatten die Hadders mehrere Jahre Sprachunterricht genommen und sprechen beide ausgezeichnet Deutsch. Dass Probleme mit sprachlichen Feinheiten schließlich zu einer recht witzigen Episode führten, war dann auch allein meiner unvollständigen Ausdrucksweise zu verdanken. Unser Reisemobil erfreute uns nämlich nach der Ankunft auf dem Platz mit einem Platten. Auf die Frage, wo die nächste Werkstatt zu finden sei, die einen kaputten Reifen reparieren könne, griff Frau Hadder gleich zum Telefonbuch, dann zum Handy, meldete uns an und erklärte den Weg. Dort angekommen, gingen wir in den angegebenen Laden und bewunderten Messer, Angeln, Campingzubehör und andere nützliche Dinge - ein richtiger Tante Emma-Laden. Und dass die hier sogar Autoreifen reparieren, fanden wir richtig lustig. Interessiert schauten wir auch zu, wie in einer Ecke des Ladens ein Fahrrad repariert wurde. Es hat wirklich eine Viertelstunde gedauert, bis bei uns der Groschen fiel: Fahrradreifen - Autoreifen. Wir gingen lachend aus dem Laden. Tiveden Nationalpark Der Tiveden Nationalpark zeichnet sich durch seine urwaldartige, mit haushohen Granitblöcken gesprenkelte Hügellandschaft aus. Die enormen Blockansammlungen sind Moränen aus der letzten Eiszeit. Vom Parkplatz am ca. 700 Meter langen Sandstrand des Trehörningsees (Vitsand), einem idealen Badeplatz für Familien, wandern wir inklusive einer "Orientierungsübung" gut eine Stunde bis zur Stenkälla, einer Quelle, die unter riesigen Felsblöcken entspringt. Auf Fotos wirkt diese Sehenswürdigkeit relativ bescheiden, steht man jedoch davor, so kommen einem unwillkürlich die Geschichten von Trollen und Feen in den Sinn, die sich um diese geologische Besonderheit ranken. Die Wegweiser zu den einzelnen Zielen in näherer Umgebung und eine Übersichtskarte findet man am Beginn des Sandstrandes. Vom Parkplatz aus sind es gerade mal 100 Meter Weg dorthin und die Versuchung, gleich hier die Wanderung abzubrechen, ist enorm. In diesem Fall sei jedoch zumindest der kleine Spaziergang zu den Tärnekullen angeraten. Diese Blöcke sind in 15 Minuten zu erreichen und bieten ebenfalls ein haushohes Höhlendesign, garniert mit Moosen, Flechten und Farnen, allerdings ohne geheimnisvolle Quelle.

 

Mit dem Kanu auf dem Bosjön

Ein Schmankerl dieser urwüchsigen Gegend wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen und das ist eine Kanufahrt auf dem Bosjön. Eigentlich geht die ganze Kanustrecke über 15 km vom Bootshaus am Bosjön über zahlreiche kleinere Seen bis in den Undensee, wobei man am Schluss direkt am Campingplatz anlandet. Doch mit dem kleinen Marvin an Bord ist eine Ganztagestour noch zu anstrengend, auch weil fünf kleinere Portagen (Landtransporte) gemacht werden müssen. Bei den Hadders holen wir uns die Schlüssel zum Bootshaus, fahren zum Bosjön und paddeln gute zwei Stunden zwischen Seerosenblättern, Bieberburg und kleinen Inselchen herum. Die Zeit vergeht wie im Flug und einzelne aus dem Wasser ragende Felsblöcke sind für die Kinder Anlas genug, die Geschichte vom Ungeheuer von Loch Ness in ausgiebiger Form aufs abenteuerlichste abzuwandeln. Vor der Rückfahrt zum Campingplatz besuchen wir noch den Fagertärn, der die botanische Berühmtheit der roten Seerose beherbergen soll. Gerade mal ein einziges Exemplar erbarmt sich unserer suchenden Seele, der Saisonschluss scheint auch den Pflanzen bekannt zu sein.

 

Als am nächsten Tag dann Regentropfen aufs Hochdach tröpfeln, erscheint mir das wie ein Zeichen, diesen Tag extrem gemütlich anzugehen und mich noch ein paar Mal im Bett umzudrehen. Derweil ist im nachbarlichen Ducato das große Packen angesagt, denn, wie sollte es anders sein, das Saisonende bringt mal wieder etwas Hektik ins beschauliche Urlauberdasein. Martina hat ihrem Frieder bereits zu Hause von all den hübschen Dingen erzählt, die es im Freizeitpark "Astrid Lindgrens Värld" in Vimmerby zu sehen gibt. Als da sind, Pippi Langstrumpf höchstpersönlich, Karlson vom Dach oder das original Bullerbü. Auch die heimische Vorbereitung mittels den entsprechenden Videos soll nicht umsonst gewesen sein und so trennen wir uns - nicht ohne die aufkommende Wehmut mit den letzten Bierdosen aus Kurts Kühlschrank zu dämpfen. Tja, auf Kurt ist Verlas! Sieben verschiedene Sorten, vom Andechser bis zum Dinkelacker, hatte er in Anbetracht des schlechten Rufes von schwedischem "Öl" eingepackt. Es sei allerdings festgestellt, dass schwedisches Bier durchaus schmeckt - für meinen Geschmack. Auch unsere Pläne für die Rückfahrt werden über den Haufen geworfen. Susannes Wunsch, die Glashütten in Smaland zu besichtigen, scheitert am üblichen Zeitfaktor. Gut, dass ihr der Prospekt einer Glashütte im 15 Kilometer entfernten Laxa in die Hände fällt. Darin stehen, so hat das auch seine Richtigkeit, die Besichtigungszeiten für die Vorführungen - und wieder hat uns das Saisonende fest im Griff. Die Enttäuschung fällt aber nur kurz aus, denn Frau Hadder zückt ihr Handy und meldet unser Erscheinen in der Glashütte an. Bald darauf lassen wir uns mit den Geheimnissen des Glasblasens vertraut machen. Sieht alles ganz einfach aus, doch als der Meister uns in das Blasrohr pusten lässt, zerplatzt diese schlichte Vorstellung sprichwörtlich wie eine Seifenblase und das zersplitterte Ergebnis der Bemühungen schwebt in federleichter Zellophanform zu Boden. Jan gefällt das gut, weil es so schön knistert. Auch über den künstlerischen Aspekt dieses Berufes erfahren wir schnell mehr: der Meister zaubert in ganzen zwei Minuten, lediglich mit einer Zange als Werkzeug, eine Ente aus der erhitzten Glasmasse. Ente gut alles gut, denke ich, doch Susanne hat sich in einen weißen Glaseisbären verliebt - die Ente bleibt in Schweden. 

 

Infos - !! nicht mehr aktuell - das war 1998

Anreise: 

Zwischenstop auf der Insel Mön (Brückenverbindung) südwestlich von Kopenhagen. Besichtigung der Kreideklippen (wie auf Rügen). 

Weitere Tipps für unterwegs - Holzkirche von Skallerud, interessante Architektur, auf der Strecke Mellerud - Haverud. - Aquädukt in Haverud (Dalsland-Kanal) 

- Draisinefahrten bei Bengtsfors (auf der Strecke vom Kroppefjäll zur Nordspitze des Vänernsees). 52 Km auf der Strecke zwischen Bengtsfors und Arjäng. Preise: 110 sKr/Person und Tag. 

- Vielfältige Kanutourangebote in Arjäng (Nordwestzipfel des Vänernsees) bei Nordmarkens Kanot & Turist Center, dessen Chef, Preben Mortensen, auch hierzulande durch Publikationen und Manager-Outdoorseminare einen Namen hat. 

- Vogelsee Hornborgasjön bei Skövde, zwischen Vänern- und Vätternsee. 

- Halbinsel Kallandsö mit Schloss Läkö am Südostzipfel des Vänernsees. 

- Guter Zwischenstop auf der Rückfahrt am Bolmensee, Sjön Bolmen Camping. Herrliche Sonnenuntergänge durch große Wasserfläche und optimale (westliche) Blickrichtung vom Strand. Kanu- und Fahrradverleih, Angelkarten. Für Autofans ganz in der Nähe: Laganland mit Automobilmuseum an der E4. 

Kanuvermietung allerorten, ca. 100 sKr /Tag 

Hüttenvermietung (Stugas) auf vielen Campingplätzen. Preise von 250 bis 500 sKr/Tag. 

Tipp zum Sparen: Mehrere Campingplätze in Dalsland (Kroppefjäll) geben auf 5 Tage Übernachtung einen Tag gratis. Dabei muss man nicht auf dem gleichen Platz bleiben, da über ein Stempelbüchlein gezählt wird. Sanitäranlagen: Sehr sauber, überall saugfähiges Fließpapier an den Spülen, mit dem nach dem Abwasch saubergewischt wird. 

Infomaterial:

Schweden-Werbung für Reisen und Touristik GmbH,

Lilienstraße 19,

20095 Hamburg,

Tel: 040-32551355, Fax 040-32551333

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